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RT20 | Modellierung der Auswirkungen von GIC-neutralen Sperrvorrichtungen auf den Betrieb von Abstandsschutzrelais für Übertragungsleitungen
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2020-06-18

| Vorrichtungen zur Unterbindung geomagnetisch induzierter Ströme (GIC) umfassen typischerweise einen Kondensator im Neutralleiter-Erdungspfad von Transformatoren in Sternschaltung. Diese Kategorie GIC-Unterbindungsvorrichtung wurde als wirksame Gegenmaßnahme entwickelt, um mögliche Schäden am Stromnetz durch geomagnetische Stürme sowie durch die sich langsam ändernde Komponente eines elektromagnetischen Impulses in großer Höhe (HEMP) zu verhindern. Der Einbau eines Kondensators im Neutralleiter des Transformators verhindert die Entstehung von GICs in Leitungen, die an Stern geschaltete Transformatorwicklungen anschließen. Bei Vorhandensein eines kapazitiv geerdeten Neutralleiters ist es jedoch wichtig zu prüfen, dass keine nachteiligen Auswirkungen auf den allgemeinen Netzbetrieb entstehen. In diesem Zusammenhang untersucht die vorliegende Studie die Auswirkungen von GIC-Neutralpunkt-Sperrvorrichtungen auf die Funktionalität von Distanzschutzrelais für verschiedene Werte der Sperrkondensatoren am Transformator-Neutralpunkt sowie bei unterschiedlichen Leitungsspannungen. Diese Studie wurde mit einer Echtzeit-Simulationsplattform durchgeführt. Die Simulationen erfolgten durch Einleiten eines Phasen-Erdungsfehlers an verschiedenen Stellen der Leitung und durch Messung der Scheinimpedanz am Standort des Schutzrelais. Die Ergebnisse zeigten, dass bei typischen Kapazitätswerten, wie sie für GIC-Neutralpunkt-Sperrvorrichtungen in Betracht gezogen werden, das Fernschutzrelais-Modell ordnungsgemäß funktioniert, ohne dass eine Änderung der Relais-Einstellungen erforderlich ist. |