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Batteriemanagement im Zentrum der Elektrifizierung

Automobilindustrie

05. / 06. / 2026

Batteriemanagement im Zentrum der Elektrifizierung

Ein Gespräch mit Georg-Friedrich Graf, Geschäftsführer von Munich Electrification

Die Elektrifizierung tritt in eine neue Phase ein.

Was als Wandel in der Automobilbranche begann, weitet sich nun auf Energiesysteme, Infrastruktur und industrielle Anwendungen aus. Da Batterien zunehmend in diesen neuen Bereichen zum Einsatz kommen, gewinnen die Systeme zu ihrer Steuerung immer mehr an Bedeutung.

Um diesen Wandel näher zu beleuchten, sprachen wir mit Georg-Friedrich Graf, dem Geschäftsführer von Munich Electrification, einem in Deutschland ansässigen Unternehmen, das sich auf Batteriemanagementsysteme (BMS) sowohl für Elektrofahrzeuge als auch für stationäre Energiespeicher spezialisiert hat. Obwohl Munich Electrification kein Kund:innen OPAL-RT ist, verfügt das Unternehmen über fundiertes Fachwissen im Bereich BMS-Entwicklung und bietet wertvolle Einblicke in die branchenübergreifende Entwicklung der Elektrifizierung.

In diesem Gespräch erläutert Graf, wie sich die Rolle des BMS wandelt, warum die Energiespeicherung an Dynamik gewinnt und welchen Herausforderungen Ingenieur:innen bei der Skalierung von Systemen Ingenieur:innen .

F: Wie würden Sie die Elektrifizierung Münchens heute beschreiben?

Munich Electrification konzentriert sich auf Batteriemanagementsysteme – sowohl in Bezug auf hardware auf software – für elektrifizierte Anwendungen.

Das Unternehmen begann mit einem starken Fokus auf den Automobilsektor, insbesondere auf geschäftliche , und hat sein Geschäftsfeld in den letzten Jahren auf stationäre Energiespeicher ausgeweitet. Heute machen beide Bereiche einen wesentlichen Teil des Geschäfts aus.

Dieser doppelte Fokus bietet einen einzigartigen Einblick in die Entwicklung von Batteriesystemen in verschiedenen Branchen.

F: In letzter Zeit gibt es gemischte Reaktionen auf die Elektrifizierung. Verlangsamt sich dieser Trend?

Kurzfristige Trends variieren je nach Region, Politik und Marktbedingungen.

Die langfristige Entwicklung bleibt jedoch klar erkennbar. Die Elektrifizierung schreitet weiter voran, auch wenn das Tempo je nach Segment unterschiedlich ist. In einigen Bereichen, wie beispielsweise geschäftliche , befindet sich die Einführung noch in einem relativ frühen Stadium.

Aus systemtechnischer Sicht hat sich der Bedarf an Elektrifizierung nicht geändert.

F: Was beobachten Sie im Zusammenhang mit dem Aufschwung stationärer Energiespeicher?

Eine der bedeutendsten Veränderungen betrifft die Art und Weise, wie Batteriespeicher genutzt werden.

Dies beschränkt sich nicht mehr nur auf Notstromanwendungen. Speichersysteme werden mittlerweile aktiv eingesetzt, um Angebot und Nachfrage auszugleichen, insbesondere in Regionen mit hohem Anteil an erneuerbaren Energien.

Dies eröffnet neue Möglichkeiten, stellt aber auch neue Anforderungen.

In diesen Anwendungsbereichen sind Batterien Teil des Energiemarktes. Sie schaffen Mehrwert, indem sie Energie speichern und zum richtigen Zeitpunkt wieder abgeben.

F: Inwiefern verändert das die Erwartungen an Batteriemanagementsysteme?

Das legt die Messlatte deutlich höher.

Im Automobilbereich können Schätzfehler die Reichweite oder die Leistung beeinträchtigen. Bei Energiespeichern wirken sich dieselben Fehler direkt darauf aus, wie viel Energie genutzt und verkauft werden kann.

Daher ist die Genauigkeit der Zustandsschätzung ein entscheidender Faktor für die Systemleistung.

Dadurch gewinnen fortschrittliche Algorithmen, Sensorik und Optimierungen auf Systemebene zunehmend an Bedeutung.

F: Unterscheiden sich Batteriesysteme für Automobil- und Speicheranwendungen stark voneinander?

Ja, und die Unterschiede werden immer deutlicher.

Bei Fahrzeugsystemen stehen Platzbedarf, Gewicht und Schnellladefähigkeit im Vordergrund. Stationäre Systeme arbeiten mit höheren Spannungen und legen den Schwerpunkt auf Langzeitstabilität, Integration und Energieoptimierung.

Da beide Märkte wachsen, werden die Systeme immer stärker auf ihre jeweiligen Anwendungsbereiche zugeschnitten.

F: Man hört viel über software Systeme. Was bedeutet das für BMS?

Es gibt einen Trend hin zu flexibleren Flexibel .

Einige Funktionen werden weiterhin auf Batterieebene ausgeführt, insbesondere solche, die der Sicherheit dienen. Diese müssen unabhängig funktionieren, um sicherzustellen, dass das System unter allen Bedingungen sicher bleibt.

Andere Funktionen, wie beispielsweise die Zustandsschätzung und die Diagnose, können zentralisiert werden.

Dieser Ansatz hilft dabei, die Komplexität zu bewältigen, und unterstützt Systeme mit mehreren Akkupacks oder Konfigurationen.

F: Wie Tests sich Tests , wenn Systeme immer komplexer werden?

Tests immer wichtiger und anspruchsvoller.

In der Automobilindustrie sind Validierungsprozesse fest etabliert. Die Systeme durchlaufen strukturierte Testphasen, bevor sie in die Produktion gehen.

Im Bereich der Energiespeicherung lassen sich vollwertige Systeme im Labor nicht ohne Weiteres nachbauen. Dies macht die Validierung in der Frühphase umso wichtiger.

Simulationen und Tests eine entscheidende Rolle bei der Validierung des Systemverhaltens vor der Inbetriebnahme.

F: Was ist Tests die größte Herausforderung im Tests ?

Umgang mit Schwankungen.

Unterschiedliche Anwendungen und Kund:innen unterschiedliche Konfigurationen. Jede Variante bringt neue Tests mit sich.

Eine zentrale Herausforderung besteht darin, Flexibel Tests zu schaffen, die sich an unterschiedliche Spannungen, Protokolle und Systemarchitekturen anpassen lassen.

F: Welche Rolle spielt die Cybersicherheit bei Batteriesystemen?

Es gewinnt zunehmend an Bedeutung.

Batteriesysteme sind mittlerweile Teil der kritischen Infrastruktur, insbesondere bei netzgekoppelten Anwendungen. Das bedeutet, dass neben der technischen Sicherheit auch die Sicherheit im weiteren Sinne berücksichtigt werden muss.

Die Gewährleistung einer sicheren Kommunikation und der Systemintegrität ist heute eine grundlegende Anforderung.

F: Welchen Rat würden Sie Ingenieur:innen geben, die Ingenieur:innen diesen Bereich Ingenieur:innen ?

Der Schwerpunkt liegt darauf, praktische Erfahrungen zu sammeln und die Systeme von Anfang bis Ende zu verstehen.

Es ist entscheidend, in Umgebungen zu arbeiten, in denen man sehen kann, wie Komponenten innerhalb eines Gesamtsystems zusammenwirken. Die Elektrifizierung schreitet voran, und es besteht eine starke Nachfrage nach Ingenieur:innen sowohl hardware software tätig sind.

Abschließende Betrachtung

Bei der Elektrifizierung geht es nicht nur um den Einsatz neuer Technologien.

Es geht darum, Systeme zu entwickeln, die sich branchenübergreifend zuverlässig skalieren lassen.

Batteriemanagementsysteme stehen im Mittelpunkt dieser Herausforderung und sorgen für Leistung, Sicherheit und Integration.

Erfahren Sie mehr über die Innovationen von BMS

Erhalten Sie tiefere Einblicke in die BMS-Technologie unter www.munichelectrification.com 

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